Beim Trampolinspringen geht es also um viel mehr als um Spaß. Der Körper ist in seiner Ganzheit mit all seinen Muskeln und Sinnen gefordert. Binnen Sekunden müssen verschiedenste Informationen verarbeitet und vom Springer darauf angemessen reagiert werden. Der Springer muss:
Zunehmend an Bedeutung gewonnen hat das Trampolin bei der aktiven Behandlungsunterstützung bei Mukoviszidose.
Häufig tritt die Lungenerkrankung Mukoviszidose schon im Säuglingsalter auf. Zäher Schleim verstopft die Bronchien und bildet einen günstigen Nährboden für die Ablagerung von Keimen. Die Folgen: Chronische Entzündungen der Bronchialwände, eine Zerstörung des Lungengewebes sowie Sauerstoffmangel. Neben Therapiegeräten zur Entspannung der Atemmuskulatur werden auch krankengymnastische Hilfsmittel zu einer Verbesserung der Lungenfunktion therapiebegleitend eingesetzt – mit Erfolg. Gerade die verbesserten krankengymnastischen Maßnahmen haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass betroffene Patienten das Erwachsenenalter erlangen können. Waren Mukoviszidose Patienten früher noch von der rein passiven Abklopfbehandlung eines Therapeuten abhängig, so setzt man heute auf die Anleitung der Patienten und deren Angehörigen zur Selbstbehandlung zu Hause. Neben einer speziell ausgerichteten Ernährung und Inhalationen ist vor allem eine regelmässige krankengymnastische Betätigung der Patienten zur Sekretverflüssigung notwendig. Dabei ist wichtig, dass sich das gewählte Therapiehilfsmittel möglichst unkompliziert in den Tagesablauf integrieren und weitgehend unabhängig von Dritten anwenden lässt. Das Trampolin hat sich hier in zweifacher Hinsicht bewährt. Zum einen macht es den meist sehr jungen Patienten Spaß auf dem Sprungtuch zu hüpfen und zum anderen wirkt sich die schwingende Wirkung äußerst positiv aus: Der zähe Schleim lockert sich durch die Auf- und Ab-Bewegung, er wird mobilisiert und kann somit besser abgehustet werden.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.rehazentrum-erding.de.
Fußnoten: